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Mangelhafte Wasserversorgung —
politische und wirtschaftliche Probleme heute und in Zukunft

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser hat eine weltumspannende Bedeutung. Aus geopolitischer Sicht sind es zwei Probleme, die international zu bewältigen sind. Das ist erstens die Wasserknappheit an sich und zweitens die Wasserverteilung. Wasser wird so weltweit zum innen – und außenpolitischen Konfliktgegenstand.

Dabei wird heute verstanden, dass die Versorgung mit Trinkwasser nur im Kontext eines integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) sichergestellt und sinnvoll weiterentwickelt werden kann. Hierzu gehören nicht nur das Management von Flusseinzugsgebieten und der Umgang mit Abwasser, sondern genauso das Regenwassermanagement, der Schutz vor Überschwemmungen und der Beitrag zum Klimaschutz. Zu einer funktionierenden integrierten Lösung gehört unabdingbar die Einbindung der lokalen Bevölkerung und der gesellschaftlichen Kräfte dazu. Ansonsten wird auch in Zukunft der Einsatz moderner Technologien nicht zu einer signifikanten Verbesserung der Versorgungssituation führen. Viele Investitionsruinen weltweit sind der traurige Beweis.

Zunehmend an Schärfe gewinnt die Diskussion über ein „Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser“. Innenpolitisch kommt es aus dieser Sicht häufig zum Missbrauch (Ausverkauf) des Wassers als Wirtschaftsgut an internationale Konzerne sowie zum politischen und fachlichen Missmanagement durch die verantwortlichen Behörden. Dem wird bisher wenig entgegengewirkt. Es wird nicht vermittelt, wie die Zusammenarbeit auch mit einem internationalen Großkonzern durchaus vorteilhaft für die Versorgung der lokalen Bevölkerung ist, und damit zur Verbesserung der sozialen Lage beiträgt. Die Organisation eines Partizipationsprozesses im Rahmen eines wirkungsvollen Stakeholder Managements kann hier wesentlich zur Lösung beitragen.

Außenpolitisch sind in vielen politisch instabilen Regionen sogenannte „Wasserkriege“ vorprogrammiert. Die Handhabung der Wasserverteilung bzw. des Wasserzugangs ist eine Schlüsselaufgabe der Regierungsstellen und schließt insbesondere die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen (d.h. klare wirtschaftliche, biologische, ethnische und religiöse Festlegungen) und Gesetze ein.

  • Wirtschaftswachstum um jeden Preis (Verschmutzung und Übernutzung) sowie Zunahme der Weltbevölkerung erschweren eine nachhaltige Ressourcennutzung (Versteppung immer größerer Regionen), dazu Bevölkerungswanderung (z.B. Verstädterung)
  • Effizientere Nutzung und Ausbau der Infrastrukturen wird erschwert durch fehlende politische und gesetzliche Rahmenbedingungen, Wasser kennt keine politischen Grenzen (Konfliktpotential)
  • Organisation und Koordination einer politischen und wirtschaftlichen Hilfe durch die internationale Staatengemeinschaft (UNO Umweltprogramm, etc.)
  • Sicherstellen einer sanitären Grundversorgung und des Abwassermanagements (Weltwasserwoche 2008 in Stockholm)

INFO: Wirtschaftswachstum um jeden Preis » | Weltwasserwoche Stockholm »

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