Utilities / Wasser (Deutschland)

 

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Wasserwirtschaft — politische Zielsetzungen und Rahmenbedingungen

Die Wasserwirtschaft gilt weiterhin als Wachstumsbranche, auch wenn der Neu- und Erweiterungsbau von Anlagen in Deutschland im Wesentlichen abgeschlossen ist und der Nettowasserverbrauch in Industrie und Haushalten rückläufig ist. Eine hohe Wasserqualität unter Beachtung der Anforderungen aus Umweltschutz, Klimawandel und Ressourcenverfügbarkeit ist nur durch den Einsatz aufwendiger technologischer Verfahren zu gewährleisten. Hinzu kommen wesentliche, neue Herausforderungen durch den demographischen Wandel, der bezüglich Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz ganz neue Qualitäten erfordert.

  • Die wissenschaftlich-technische Evolution in der Wasserwirtschaft muss begleitet werden von einer organisatorisch-strukturellen Revolution
    • intelligente Wasserkreisläufe für Trink-, Regen-, Brauch– und Abwasser
    • neue flexible Leitungs- und Netzinvestitionen
    • innovative Konzepte zur Entwicklung und Einbindung dezentraler und semi-dezentraler Infrastrukturen

Politik und Wirtschaft haben im Jahr 2002 die Grundsätze für die Modernisierungsstrategie der deutschen Wasserwirtschaft im Sinne eines kontinuierlichen Erneuerungsprozesses fixiert. Das heißt, auf absehbare Zeit wird es keine Kopie der Liberalisierung wie z.B. im Kommunikationssektor oder im Energiemarkt geben.

  • Modernisierungsstrategie statt Liberalisierung
    • Benchmarking statt Regulierung
    • die rechtlichen Möglichkeiten des Wasserhaushaltsgesetzes werden nicht ausgeschöpft, zu §18 a Abs.2 exiastiert bisher keine Umsetzungsverordnungen
    • Gebietsmonopole – der Vorrang der lokalen Versorgung
    • geplante umweltgesetzliche Regelungen (z.B. das Umweltgesetzbuch) bestärken diese Linie
  • Steuerliche Gleichstellung
    • Voraussetzung für mehr und fairen Wettbewerb um den Markt
    • mehr Möglichkeiten zur Ausschöpfung von Effizienzsteigerungspotenzialen
  • Vergaberecht

Mit der Modernisierung der Wasserwirtschaft wird im Kern die Schaffung effizienter und kundenorientierter Dienstleistungsunternehmen in einem wettbewerbsgerechten Umfeld angestrebt. Der Weg dorthin soll verstärkt über Instrumente wie Qualitätsmanagement, Benchmarking sowie neue Methoden der Unternehmens- und Mitarbeiterführung gehen. Weitere Schwerpunkte der Modernisierungsstrategie sind die stärkere Nutzung privater Dritter sowie die Förderung der Unternehmen der Wasserwirtschaft bei der Akquisition und Realisierung von Projekten im Ausland.

  • Zusammenführung von Wasser und Abwasser – Nutzen der Synergien
  • Benchmarking als wichtiges Instrument zur Effizienzsteigerung
  • Stärkung der Rolle des Qualitätsmanagements in der Wasserwirtschaft
  • German Water Partnership als bundesweite Initiative
  • Landesbezogene Initiativen zur Förderung der Wasserwirtschaft

INFO: Benchmarking » | steuerliche Gleichstellung » | Vergaberecht »

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