Utilities / Wasser (Deutschland) / Atmende Infrastrukturen

 

Investitionsstau und Substanzverzehr

Die Sicherung langfristiger Investitionen in der Wasserwirtschaft wird nicht durch Privatisierung gefährdet, sondern durch fehlendes Risikomanagement, fehlender Rücklagen und Kapitalschwäche verstärkt durch nachhaltige Mängel in transparenter Kostenerfassung und weitsichtiger Kalkulation.

Die überwiegend kommunalen Gebührenkalkulationen haben oftmals aus politischen Gründen (sozialverträgliches Preisniveau) vor allem in Folge unzureichenden Kostenmanagements oder einer häufig von falschen Perspektiven ausgegangenen Investitionspolitik nicht mit wirklich kostendeckenden Einnahmen rechnen können. Damit hat die öffentliche Hand in mittelfristigen und langfristigen Kalkulationszeiträumen vielfach einen „schleichenden„ Substanzverzehr zugelassen.

  • die Investitionsaufwendungen in der deutschen Wasserwirtschaft werden gerade durch die hohen bevorstehenden Sanierungsanforderungen im Abwasserkanalbereich in den Folgejahren dramatisch wachsen, lt. Institut f. Urbanistik (2007):
    Investitionsbedarf 2006 – 2020 im TW ca. 29 Mrd. €; im AW ca. 58 Mrd.€
  • die ausstehenden Investitionen können in angepasste, flexiblere und gegebenenfalls wiederverwendbare Infrastrukturelemente umgeleitet werden
  • die häufig leeren Haushaltskassen der Kommunen erfordern neue Organisations- und Finanzierungsformen, die nur in enger Kooperation von öffentlicher Hand und privaten Unternehmen effizient ausgestaltet werden können.
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