Utilities / Wasser (Deutschland)

 

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„Atmende Infrastrukturen“

Große Infrastruktursysteme, wie sie zur Wasserver- und Abwasserentsorgung in Deutschland üblich sind und über viele Jahrzehnte zuverlässig funktionierten, sind sehr schwerfällig in der Anpassung an sich wandelnde Bevölkerungs- und Verbrauchsstrukturen. Dies ist nicht nur eine technische Herausforderung für die Zukunft, sondern insbesondere auch eine organisatorisch-wirtschaftliche. Abnehmende Bevölkerungszahlen bei gleichzeitig zurückgehendem Verbrauch entziehen der Infrastrukturwirtschaft die wirtschaftliche Basis. Auf Dauer werden weder Länder noch der Bund in der Lage sein, notleidende Versorgungsunternehmen und betroffene Kommunen wirtschaftlich abzusichern. Der demographische Wandel, teilweise noch verstärkt durch einen Strukturwandel, ist nicht mehr aufzuhalten. Deshalb müssen heute die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden.

Eine „atmende Infrastruktur“ ist fähig, sich veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Erneuerungsinvestitionen in große und teure Anlagen und Leitungsnetze müssen in ihrer technischen Ausgestaltung flexibler ausgelegt werden. Alternativ sind der Einsatz dezentraler, wiederverwendbarer Anlagen und die Schließung lokaler Wasserkreisläufe zu prüfen. Reinvestitionen in Anlagen und Netze sind auf die zu erwartende Nutzungsdauer zu beschränken und in der Abschreibung dem Nutzungsgrad anzupassen. Mehr Nutzer bedingen eine höhere Abschreibung und können diese auch finanzieren. Heute müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass nicht mehr genutzte Anlagen und Netze oder Teilnetze aufgrund hoher Restbuchwerte zu Mühlsteinen am Hals der Unternehmen und Kommunen, und damit der Bürger werden.

Wir brauchen innovative Lösungen, die Wasser mit hoher Qualität in allen Regionen zu vertretbaren Preisen verfügbar halten, d.h., demographie-flexible, organisatorische, ökologisch-technische und ökonomisch nachhaltige Lösungen für einen der sensibelsten Infrastrukturbereiche. Das Ziel muss es sein, dass sich die Infrastruktur an die Bevölkerung und deren Bedürfnisse anpassen kann und nicht umgekehrt.

  • der demografischen Wandel ist nicht mehr aufzuhalten
  • eine Anpassung der wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen an das regionale Wachsen und Schrumpfen von Wirtschaft und Bevölkerung ist notwendig
  • die Planung, Realisierung, Finanzierung und Betrieb wasserwirtschaftlicher Projekte muss dem durch größere Flexibilität gerecht werden
  • flexible, regional spezifische Lösungen müssen entwickelt werden unter Berücksichtigung der komplexen Zusammenhänge hinsichtlich Qualität und Quantität des Trink- und Abwassers sowie bezüglich der Gewässerbewirtschaftung, Gewässerökologie und –schutz wie auch der Folgen des Klimawandels
  • Investitionsstau und Substanzverzehr erscheinen im neuen Licht
  • Wirtschaftliche Konsequenzen aus dem demographischen Wandel erfordern Änderung der Kostenplanung und -abrechnung, d.h. die Anpassung bzw. Flexibilisierung der Gebührenkalkulation

Entwickeln Sie mit uns ein Konzept für „Atmende Infrastrukturen“ für Ihre Region.

INFO: Investitionsstau & Substanzverzehr »

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