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Liberalisierung des Energiemarktes

Die Liberalisierung des Energiemarktes wird durch den massiven Druck aus Brüssel wesentlich vorangetrieben:

  • 2003 – Übergang vom verhandelten Netzzugang zum regulierten Netzzugang
  • 2008 – nach wie vor Probleme hinsichtlich diskriminierungsfreien Netzzuganges und Zurverfügungstellung grenzüberschreitender Netzkapazitäten
  • 2009 – Zielstellung: mehr Wettbewerb bei Strom und Gas, d.h. konsequente Durchsetzung des Unbundling

Mit dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) 2005 und den Nachfolgeverordnungen von 2006 wurde die Trennung von Übertragungs- und Verteilernetzen von Erzeugung und Vertrieb bei den Energieunternehmen gesetzlich vorgegeben. Mit der Unabhängigkeit dieser Geschäftsfelder innerhalb eines Unternehmens gibt es eine buchhalterische, informationelle, organisatorische und gesellschaftsrechtliche Entflechtung. Mit den Unbundling-Vorschriften sollen Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden und die Voraussetzungen für die Kalkulation fairer Netzentgelte geschaffen werden. Die Trennung von Erzeugung und Netz soll nach dem Willen des Gesetzgebers den Wettbewerb in der Energiewirtschaft ankurbeln. Für den Kunden ändert sich in der Regel formal nichts, ob aber die gewünschten Effekte durch stärkere Konkurrenz eintreten, ist noch offen. Zumindest hat es dazu geführt, dass sich Unternehmen von Strom- und Gasnetzen trennen und eine Diskussion über ein einheitliches Stromnetz in Deutschland angeregt wurde.

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